15.472 Parlamentarische Initiative Schneeberger

Alle sprechen der KMU Entlastung im Bereich administrativer Auflagen und damit verbundenen Kosten das Wort. Dank der parlamentarischen Initiative Schneeberger zur gezielten Kurskorrektur bei der für die KMU Wirtschaft wichtigen eingeschränkten Revision, können den Absichten nun auch konkrete Taten folgen.

Die eingeschränkte Revision gibt es nur in der Schweiz und sie wurde vor acht Jahren exklusiv für die KMU der Schweiz gesetzlich verankert. Allerdings – im Gegensatz zur ordentlichen Revision, die für die Grossfirmen Anwendung findet – mit wenig konkreten gesetzlichen Vorgaben. So haben es die Interessenvertreter der grossen Revisionsgesellschaften und mehr noch die Aufsichtsbehörde des Bundes (Revisionsaufsichtsbehörde (RAB)) verstanden, die Anforderungen an die eingeschränkte Revision ständig zu erhöhen und der ordentlichen Revision, aber auch internationalen Standards, die mit unserer Binnenwirtschaft nichts zu tun haben, anzugleichen.

Hier will die parlamentarische Initiative Schneeberger einen einfachen und gezielten Riegel schieben. Mit wenigen gesetzlichen Präzisierungen soll der Interpretation der Verwaltung Einhalt geboten werden.  Die eingeschränkte Revision soll einfach, effizient, und für die KMU kostengünstig genutzt werden können. Heute betrifft dies etwa 95‘000 Klein- und Mittelbetriebe. Alle anderen KMU, vor allem Jung- und Mikrounternehmen haben sich für «Opting out» entschieden und verzichten auf jegliche Revision durch Dritte. Gerade die in den Berufsorganisationen tätigen KMU dürften unter die grosse Zahl der Unternehmen fallen, die das Institut der eingeschränkten Revision schätzen und möglichst praxisnah einsetzen wollen.

Aktueller Stand
Die parlamentarisch Initiative zur eingeschränkten Revision von Daniela Schneeberger wurde an der Sondersession 2017 behandelt und vom Nationalrat angenommen. Mit dem positiven Bescheid des Nationalrates ist eine erste Hürde geschafft. Voraussichtlich wird die pa.Iv. am 4.6.2018 vom Ständerat geprüft.